«Hotelier»-Interview mit Janine Rüfenacht über «The Lab Hotel» an der Hotelfachschule Thun

Wie innovativ ist dieses «Labor-Hotel» wirklich?



In Kürze

Anfang März 2021 wurde an der Hotelfachschule Thun das «The Lab Hotel» nach zweieinhalbjähriger Planungsund

Umbauphase eröffnet. The Lab

Hotel sei Innovationsplattform und Lernort für die Studierenden, erklärt die Schulleitung. «Neben neuen Hotelzimmern, Serviced Apartments, Work Space oder einer trendigen Bar bilden die sogenannten Lab Rooms das Herzstück des Labor-Hotels und damit die Schnittstellen zwischen Hotellerie, Branche und Bildung.» Christoph Rohn, Direktor der Hotelfachschule Thun: «Die Kombination von Studium

in Verbindung mit Praxismodulen

im eigenen Hotel ist im gesamten

Alpenraum einzigartig.»


«The Lab Hotel». So nennt sich das neue «Labor-Hotel» an der Hotelfachschule Thun,das Anfang März eröffnet wurde. Das Hotel sei eine Innovationsplattform und ein Lernortfür Studierende, betont die HF Thun. Damit nicht genug: «The Lab Hotel» sei einzigartigim DACH-Raum. Was steckt dahinter? Ist das neue «Labor-Hotel» wirklich so innovativ undeinzigartig, wie die Initianten sagen?

Janine Rüfenacht, was ist eigentlich Sinn und Zweck dieses «Labor-Hotels », auf das Sie so stolz sind?

Nun, das Hotel erfüllt mehrere Zwecke. Einerseits ist es eine wirtschaftliche Diversifizierung der Hotelfachschule. Andererseits bietet das Hotel eine Lehr- und Lernplattform für die Studierenden der Schule,

auf der sie Praxiserfahrung sammeln und eigene Konzepte testen können.

 

Das Hotel sei Innovationsplattform und Lernort für die Studierenden,

sagen Sie. Konkret: Was für Innovationen oder Innovationsprojekte

planen Sie dort? 

Die Innovationsprojekte können in allen möglichen Bereichen eines Hotels oder astronomiebetriebs ihren Platz finden.  Sei es im Angebot, in der Infrastruktur, im Bereich von Dienstleistungen oder Services, in der Unternehmensorganisation bis hin zur Unternehmenskultur. 

 

Das tönt alles plausibel, aber liegt der Schwerpunkt im «The Lab Hotel»

nicht eher bei der Hotelinfrastruktur? 

In den letzten Monaten stand tatsächlich die Infrastruktur, sprich die Umbauarbeiten, im Vordergrund. Aber die Infrastruktur ist nur einer von vielen wichtigen Bereichen in der Hotellerie! Wir sind ebenfalls daran, unsere Organisationsformen weiterzuentwickeln und freuen uns auf die

Visionen unserer Studentinnen und Studenten. Zudem möchten wir Bildung, Hotellerie und die Branche stärker vernetzen. Dies ist der Ort, in dem Trends, neue Technologien und Ideen aus Hotellerie und Gastronomie mit Branchenpartnern ausprobiert und umgesetzt werden können. 

 

Das Hotel sei «die Schnittstelle zwischen Hotellerie, Branche und Bildung», sagen Sie. Können Sie mir das bitte konkret und anhand von ein oder zwei Beispielen erklären? 

Da sind zum Beispiel ganz klar unsere «Lab Rooms» zu nennen, die in der Branche in dieser Art und Weise einzigartig sind. Wir konnten in den vergangenen Monaten ein wertvolles Netzwerk aufbauen. Branchenpartner können in den «Lab Rooms» neue Produkte testen und mit uns gemeinsam weiterentwickeln. Im Bereich der Raumluft setzen wir zum Beispiel mit unserem Partner Arve ein innovatives Projekt um. Diese Testumgebung steht auch unseren Studierenden zur Verfügung, die aufgefordert sind, eigene Projekte umzusetzen. 

 

Die Hotelfachschule Thun verfolgt seit 2018 eine strategische Neuausrichtung, wie das so schön heisst. Was umfasst diese «Neuausrichtung» konkret? Und welchen Stellenwert hat das «The Lab Hotel» in diesem Kontext?

Die Hotelfachschule Thun bietet seit über 30 Jahren die Weiterbildung zum dipl. Hotelier-Restaurateur HF oder dipl. Hotelière- Restauratrice HF an. Seit drei Jahren ist diese Weiterbildung auch berufsbegleitend möglich.


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