Was macht eigentlich … Franz Reichholf


Franz Reichholf war einer der grössten Hoffnungsträger, die aus der legendären Talentschmiede von Hans C. Leu im Giardino Ascona hervorgegangen sind. Und Leu hatte ihn auch zu seinem Nachfolger auserkoren. Nachdem Reichholf zwischenzeitlich das Hotel Silvretta Nova in Gaschurn/Montafon zum Blühen gebracht hatte, kehrte er 2001 an Leus Stelle ins Giardino zurück. Trotz schwierigen Konstellationen in Besitzerschaft und Verwaltungsrat lieferte er jeweils Glanzresultate, doch nach sechs Jahren hatte er genug. Er wechselte zum traditionsreichen Unternehmen Bucherer in die Uhren- und Schmuckbranche.


Heute trägt er als Direktor die Gesamtverantwortung für das wichtige Bucherer-Verkaufsgeschäft in Lugano mit 21 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. «Dank meiner Ausbildung als Hotelier und der langjährigen Erfahrung in der Luxuhotellerie ist mir die Umstellung leicht gefallen», sagt Reichholf. Die Schmuck- und Uhrenbranche bezeichnet er als faszinierende Welt. «Die Handwerkskunst, das Kuratieren von edlen Uhren und feinem Schmuck, verbunden mit persönlichem Service und einer herzlichen Gastfreundschaft, machen die Tätigkeit zum Vergnügen.»


Mit der Hotellerie ist Reichholf auch heute eng verbunden. Bucherer pflegt ein partnerschaftliches Verhältnis mit den Luxushotels, und man arbeitet auf mehreren Ebenen zusammen. Zum Beispiel im Cross Marketing im Bereich Events oder im Hinblick auf spezifische Kundenwünsche von Hotelgästen in Sachen Uhren und Schmuck. Auch Kooperationen mit den Concierges Clefs d´Or und das Ausstellen von Uhren und Schmuck in den Hotelvitrinen gehören dazu. «Dank der Zusammenarbeit mit den Hoteliers und den Concierges ist der Kontakt nie abgebrochen, mein Interesse an der Hotellerie hat folglich nie nachgelassen», sagt Reichholf.

Aus seiner Zeit als Top-Hotelier sind ihm vor allem die vielen Begegnungen mit interessanten Menschen in Erinnerung geblieben. Und die Frage, ob er sich ein Comeback in der Hotellerie vorstellen könnte, beantwortet er mit dem vieldeutigen: «Sag niemals nie.»

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