Tribschen: Braucht Luzern ein neues Stadthotel?

Im Tribschen-Quartier in Luzern entsteht bis 2023 ein neues Stadthotel mit 140 Zimmern im 3-Sterne-Superior-Segment. Frage an die Betreiber und Investoren: Braucht es dieses neue Hotel wirklich?


An der Tribschenstrasse 9 in Luzern wird das bestehende, stark baufällige Bürogebäude der Eigentümer HG COMMERCIALE (HGC) und der Zentralschweizerischen Baumeisterverbände (ZBV) durch einen modernen Neubau ersetzt. Den umfassenden Architekturwettbewerb hat das Luzerner Architekturbüro Lütolf & Scheuner Architekten GmbH für sich entschieden. Das Stadthotel wird von der Luzerner Tavolago AG betrieben. Die Verantwortlichen realisieren das Projekt mit Luzerner Bauunternehmungen und setzen bewusst auf lokale Partner.


Ein neues Hotel für alle…

Das neue Stadthotel soll 140 Zimmer in der 3-Sterne-Superior-Klasse umfassen und richtet sich an Individualtouristen, Paare, Familien, Geschäftsreisende und Vereine, welche in der Stadt Luzern in See- und Bahnhofnähe übernachten wollen. «Wir freuen uns enorm, mit dem Hotel an einem idealen Standort in Fussdistanz zum Bahnhof und See ein attraktives Übernachtungsangebot für Gäste zu schaffen», betont Fredy Wagner, Geschäftsleiter der Tavolago AG.


Architektur abgestimmt auf das Quartier

Das neue Stadthotel soll durch die «hohe architektonische Qualität» überzeugen, betonen die Hotelbetreiber. Das alte, unattraktive Bürogebäude, welches 1975 gebaut wurde, ist stark sanierungsbedürftig. Mit der Vorgabe, dass die bau- und zonenrechtlichen Bestimmungen eingehalten werden müssen, wurde in Abstimmung mit der Stadt Luzern ein Architekturwettbewerb mit sechs renommierten Teams aus Luzern und der Schweiz durchgeführt. Das Projekt des Luzerner Architekturbüros Lütolf und Scheuner Architekten GmbH hat gewonnen. „Der Neubau erfüllt hohe Standards bezüglich ökologischer und nachhaltiger Bauweise und fügt sich perfekt in das Quartier ein. Das Projekt ist mit seiner eleganten und gut proportionierten Fassadengestaltung ein würdiger neuer Quartierbaustein im Kontext», sagt der Architekt Daniel Scheuner.



Ein Hotel für das Quartier – viele Vorteile auch für Quartierbewohner

«Das Stadthotel wird sich von anderen Hotels und international standardisierten Hotelketten in der Stadt Luzern deutlich abheben. Es ist auf das Quartier ausgerichtet und abgestimmt», erklärt Fredy Wagner. «Das Quartier erhält mit dem Hotel ein freundliches, sichtbares Eingangs-Portal am Übergang von der Langensandbrücke zum Tribschen-Langensandquartier. Das Hotel wird den bisher eher dunklen und verlassenen Strassenabschnitt beleben und auch den Quartierbewohnenden offenstehen. Der Quartierverein Tribschen-Langensand freut sich auf das Projekt. Eine öffentliche Bar im Erdgeschoss, eine Kaffeelounge sowie frei zugängliche Begegnungszonen mit Arbeits-, Sitzungs- und Verweilmöglichkeiten sind für Anwohner und Gäste geplant.»


Das urbane Familien-, Business- und Ferienhotel ist ein reines Luzerner-Projekt. Eigentümer des Gebäudes bleiben die Genossenschaft HG COMMERCIALE und die Zentralschweizerischen Baumeisterverbände.


Gebaut wird das neue Hotel von Zentralschweizer Bauunternehmen. Das Stadthotel wird von der Luzerner Tavolago AG betrieben. Neben der Gastronomie auf den Schiffen des Vierwaldstättersees betreibt Tavolago bereits zahlreiche Gastronomie-, Hotellerie- und Cateringbetriebe rund um den Vierwaldstättersee und ist eine der grössten Gastronomiegruppen der Zentralschweiz. Die Tavolago AG setzt auf einen starken Bezug zu Luzern und viel Swissness für das Hotel.


Nachdem der Architekturwettbewerb abgeschlossen ist, läuft aktuell ein Interior-Design-Wettbewerb.

Noch im Jahr 2022 erfolgt die Baueingabe bei der Stadt Luzern.

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