Kaum Corona-Todesfälle bei vollständig Geimpften

Eine neue Statistik zeigt, dass über 90 Prozent der Covid-Patienten im Spital nicht geimpft war. Noch höher ist der Anteil nicht oder nur teilweise Geimpfter, schaut man die Todesfälle an.



Nur wenige doppelt geimpfte Personen sind seit Anfang Jahr in den Schweizer Spitälern an einer Corona-Infektion gestorben. Das ergibt eine Auswertung des Covid-19-Überwachungssystems des Bundesamtes für Gesundheit (BAG).


Seit Impfbeginn im vergangenen Dezember bis Ende August dieses Jahres wurden in dem Meldesystem, an dem 20 Schweizer Spitäler teilnehmen, 5928 Hospitalisierungen im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung registriert, wie das BAG diese Woche mitteilte. Von diesen Patienten starben 495.


Lediglich 14 der Todesopfer waren doppelt geimpft – was einem Anteil von knapp 3 Prozent entspricht. Fünf von ihnen waren über 80 Jahre alt, fünf zwischen 70 und 79 und vier zwischen 60 und 69. 44 der Todesopfer waren erst einmal geimpft (knapp 9 Prozent).

Der mit Abstand grösste Teil der Todesfälle wurde jedoch bei nicht-geimpften Personen registriert: Nämlich 437, das entspricht rund 88 Prozent. Darunter waren eine Person im Alter zwischen 20 und 29 Jahren, zwei Personen zwischen 30 und 39 Jahren und fünf Personen im Alter zwischen 40 und 49 Jahren. Rund 3/4 der nicht-geimpften Todesopfer war über 70 Jahre alt.


Die Zahlen zeigen zudem, dass die Impfung nicht nur effektiv vor der schlimmsten aller Konsequenzen, dem Tod, schützt, sondern auch vor Hospitalisierungen. Denn von den 5928 Personen, die mit einer Covid-19-Erkrankung ins Spital eingeliefert werden mussten, waren 5488 nicht geimpft, also rund 93 Prozent. Gleichzeitig mussten nur gerade 153 Personen trotz doppeltem Impfschutz im Spital behandelt werden.


An dem sogenannten CH-SUR-Überwachungssystem nehmen auch die meisten Kantons- und Universitätsspitäler teil. Seit Beginn der Epidemie bis am 18. Oktober dieses Jahres erhob dieses die Daten von 20 168 hospitalisierten Personen. Verglichen mit den 33 370 dem BAG gemeldeten Hospitalisierungen deckt das System somit etwa 63 Prozent der Fälle ab.



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