EINE WEBSITE FÜRS RESTAURANT REICHT NICHT MEHR

Von der Website mit Buchungsfunktion über den einladenden Facebook- und Instagram-Feed bis hin zu Influencern, die als Markenambassadoren Rezepte mitentwickeln: Die Marketing-Möglichkeiten in der Gastro­nomie entwickeln sich rasant weiter. Nur wenige Betriebe in der Schweiz nutzen bis anhin die digitalen Chancen vollumfänglich, um dem Gast ein ganzheit­liches Erlebnis zu ermöglichen – on- und offline.

 

Text: Dominik Inal


Dominik Inal Co-Founder «Behind the Brands»

 


ZUR FIRMA

«Behind the Brands» ist eine Influencer- und Designagentur aus Luzern. In der Vergangenheit begleitete sie erfolgreich namhafte Kunden aus der nationalen Gastronomie. Das Unternehmen setzt auf eine nachhaltige Brand-Strategie und visualisiert diese mit dem massgeschneiderten Corporate Design. Ihr Credo: Machen statt träumen, sich ein Herz fassen und nach den Sternen greifen! Marken sichtbar glänzen lassen und funkelnd erleben – tagtäglich!

 

behindthebrands.ch


Die Kundenbedürfnisse haben sich in den letzten fünf Jahren stark verändert. Die Digitalisierung und die damit verbundenen Möglichkeiten und Risiken machen auch vor der Gastroszene nicht Halt. Von der informativen Website bis hin zu krea­tiven Guerilla-Aktionen: Die Voraussetzungen im digitalen Marketingmix haben sich gewandelt. So braucht es heute viel mehr als leckeres Essen – das wird in der heutigen Zeit einfach vorausgesetzt. Die Erwartungen an die Gastronomie sind spürbar gestiegen. Der Kunde möchte ein kulinarisches Abenteuer mit Überraschungen – an allen Touchpoints, einerseits beim Besuch im Restaurant und andererseits auch digital.

 

Der Gastronom kennt seine Gäste am besten

Viele Gastronomen konzentrieren sich auf ihre Kernkompetenz: Gastgeber sein. Nebenher bewirtschaften sie mit ihrem Team die Social-Media-Kanäle und befüllen diese mit mehr oder minder hoch­wertigen Inhalten. Der Gastronom kennt seine Kunden am besten, sollte man meinen. Jeden Tag hat er die Gäste in ­seinem Restaurant und kennt die kulinarischen Vorlieben. Jedoch verpasst er oftmals die Chance, den Kunden zu fragen, was er wie wo sucht und was er bevorzugt. Ist seine Zielkundschaft hauptsächlich auf Instagram unterwegs? Welche Kanäle nutzt der Wunschkunde? Aus diesem Wissen heraus kann man handeln und den Marketingmix anpassen sowie in­terne Ressourcen anders einsetzen, um neue digitale Wege einzuschlagen und so neue Gäste anzulocken. Zudem ist es sinnvoll, im Bereich der Kundentreue die Extrameile zu gehen. Warum nicht ein CRM einsetzen und alle Kunden mit ihren Vorlieben erfassen? So muss beim nächsten Besuch nicht mehr gefragt werden, ob der Gast das Wasser mit oder ohne Kohlensäure möchte – und der Kunde fühlt sich wahrgenommen.

 

Vor der Social-Media-Flut, vor den Zeiten, als Blogger als Foodkritiker für Aufsehen und Wirbel sorgten und bevor die ersten Pop-up-Restaurants eröffneten, galt es mit Geschmack zu überzeugen. Das hat sich nicht geändert – der Geschmack und die spürbare Kreativität in der Küche sind nach wie vor Key-Elemente. Die Konzentration und der Fokus liegen auf dem Essen und dem Service, da bleibt nicht viel Zeit neben Vorbereitungen, Kochen, Abwasch und Büroarbeiten. Der Gastronom braucht externe Lösungen fürs Digitale.

 

Kleine Änderungen, grosse Wirkung

Mit ausgewählten Massnahmen können die Qualität der Inhalte und der Mehrwert für die Follower optimiert und gesteigert werden. Professionelle Fotos der Gerichte, des Interieurs und der Mitarbeitenden können für die eigene Website, für Facebook- und Instagram-Posts genutzt werden und zeigen dem Kunden die Qualität des Restaurants in visueller Form auf. Zudem kann die saisonale Speisekarte mit wenigen Handgriffen aufgewertet werden: Von einem ansprechenden Design bis hin zu einer unkonventionellen Haptik wie beispielsweise in Form einer Zeitung oder eines gebundenen Menüs mit Klemmbrett. Dies sind kleine Änderungen für den Gastronomen mit grosser Wirkung für den Gast.

 

Entscheidend ist das Kundenbedürfnis

Durch die Digitalisierung informiert sich der Kunde dann, wenn er Zeit dazu hat: Er bucht ein Restaurant in den Abendstunden, er informiert sich über das Menü auf Instagram, er möchte die Köche digital auf Facebook kennenlernen. Eine Website fürs eigene Restaurant reicht ­einfach nicht mehr. Dies beobachten wir auch in unseren Projekten, die wir für Restaurants und Hotels im Bereich der Ideenfindung und Umsetzung von Gastro-Konzepten realisiert haben.

 

Social Media & Influencer gezielt einbinden

Durch gezieltes Social-Media-Marketing kann die Zielgruppe bei Laune gehalten werden. Sei es beim saisonal bedingten Menüwechsel, durch Videoinhalte oder durch das Teilen von Rezepten aus der eigenen Küche. Die Möglichkeiten sind unbegrenzt. Dadurch bleibt man dem erwartungsvollen Kunden in bester Erinnerung. Durch die Kooperation mit ausgewählten Bloggern aus der Region ist es auch möglich, digitale Ambassadoren aufzubauen, die den Lifestyle der Gaststätte weitertragen und online entsprechend bewerben – stets authentisch und ehrlich für die Anhängerschaft der digitalen ­Meinungsmacher.

 

Gastrobetriebe müssen digital sichtbar sein

Alle Marketingmassnahmen – ob on- oder offline – zielen darauf ab, auf dem hart umkämpften Gastro-Markt wahrgenommen zu werden. Die Gäste von morgen informieren sich ausschliesslich auf ihrem Smartphone. Um auch in Zukunft bestehen zu können, ist es unabdingbar, mitzuziehen. Dazu zählen natürlich auch national und international bekannte Restaurant-Plattformen, Google- und Newsletter-Marketing. Und was braucht es zum Erfolg? Sehen Sie das Onlinemarketing als Chance, nutzen Sie es professionell und generieren Sie einen Mehrwert für Ihre Gäste.