«Hotelier»-Gespräch mit Volker Beduhn, Inhaber Hotel und Landgasthof Bären Dürrenroth

Warum investieren Sie mitten in der Krise?

Das Romantik-Hotel Bären in Dürrenroth im Emmental, eröffnet um 1752. Einer der schönsten Landgasthöfe der Schweiz. Hotelier Volker Beduhn liess sich von der Krise nicht beirren – und investierte mitten im «Lockdown» viel Geld – in eine top­moderne Küche und andere Dinge. Was erhofft sich der Hotelier von der jüngsten Investition in sein historisches Haus?


Gastgeber-Paar Chantal und Volker Beduhn.

Volker Beduhn, wie geht es Ihnen in diesen Corona-Zeiten? Hatten Sie einen guten Sommer und Herbst in Dürrenroth?

 

Uns geht es sehr gut! Wir sind alle gesund und dankbar, dass wir diese spezielle Zeit den Umständen entsprechend gut erlebt haben. 

Sie haben mitten in der Krise viel Geld in weitere Umbaumassnahmen investiert. Andere Hoteliers leiden unter mangelnder Liquidität und kämpften ums Überleben … 

 

Nun, der Umbau war eigentlich auf 2021 geplant. Doch die Verantwortlichen der Bären Dürrenroth AG hatten im März die Idee, den Umbau vorzuziehen und die Zeit des Stillstands im Frühjahr zu nutzen. 

Schreibt der «Bären» operativ mindestens eine schwarze Null?

Ja, der Sommer war sehr erfolgreich. Unser Landgasthof ist gut aufgestellt und hat sich in den letzten Jahren jeweils selbst getragen. Mit der SGH, der Schweizerischen Gesellschaft für Hotelkredit, haben wir übrigens einen verlässlichen Partner gefunden, um auch das jüngste Projekt zu realisieren. 

 

Sprechen wir also von der jüngsten Umbauetappe im «Bären».

Welche Bereiche des Betriebes umfasst diese Sanierung oder Teilerweiterung?

 

Neben der neuen Küche umfasste der Umbau einen neuen Liftschacht ins Untergeschoss, neue Lagerräumlichkeiten und eine neue Warenanlieferung, eine neue Heizungs- und Haustechnik, das «Metzger­stübli», den Weinkeller mit hauseigener Bier-Brauerei und die Bären-Bar. 

Der Schwerpunkte aber war die neue Küche, die intern sogar verlegt wurde. Warum überhaupt eine neue Küche?

 

Eigentlich haben wir im Haus ein neues Haus gebaut! Es wurden total 600 Qua­dratmeter umgebaut. Die neue Küche liegt jetzt unter dem Festsaal «Belle Epoque». Dort, wo früher die Küche war, ist die neue Bar inklusive Getränkebuffet entstanden. Das alte Buffet wurde entfernt, so entstand dort eine heimelige Ecke mit einem schönen Ofen.


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