General Manager Urs Langen­egger kann seine Leidenschaft für die Hotellerie im Park Hotel Vitznau voll ausleben.

Urs Langenegger, General Manager im Park Hotel Vitznau

«Wir sind ein luxuriöses Gästehaus»

Das Park Hotel Vitznau am Vierwaldstättersee. Ein Märchenschloss. Mehr als 220 Millionen Franken hat die Inhaberfamilie Pühringer in das Luxus-Boutique-Hotel mit 47 Suiten, Toprestaurants, Weinsammlung und Spa investiert. Was die wenigsten Gäste wissen: Das Hotel ist mehr als ein «luxuriöses Gästehaus», wie General Manager Urs Langenegger sagt. Was alles steckt hinter den dicken Hotelmauern?

INTERVIEW: HANS R. AMREIN   PORTRÄTBILDER: HOLGER JACOB


Urs Langenegger

wurde am 7. November 1970 in Wattwil (Ostschweiz) geboren. Er besuchte von 1991 bis 1996 die Schweizerische Hotelfachschule Luzern (SHL). Seit 2012 führt er als General Manager das Park Hotel Vitznau. Von 2001 bis 2012 arbeitete er als Direktor und Mitglied der Geschäftsleitung bei der Astoria-­Hotel-Gruppe Luzern. Von 1998 bis 2001 war Urs Langenegger Vizedirektor und Sales & Marketing Manager im Grand Hotel National Luzern. Seine Praktika absolvierte er im Rathauskeller Zug, in den Bürgenstock-Hotels, im Hotel Savoy Baur au Ville Zürich und im Albergo Giardino Ascona.


Urs Langenegger, woher kommen Sie?
Meine Familie stammt aus dem Kanton Appenzell Ausserrhoden.

Wie kommt ein Appenzeller in die Zentralschweiz?
Durch die Hotelfachschule in Luzern. Meine Kindheit und Jugend verbrachte ich im Toggenburg in einem Landgasthof mit Restaurant, Metzgerei und Hotel­zimmern.

Ihre Eltern waren Gastwirte?
Ja. Sie führten den Landgasthof in der vierten Generation.

Warum haben Sie den Landgasthof nicht übernommen?
Ich hatte eine etwas andere Vorstellung von der Hotellerie. Doch das Virus hat mich schon früh gepackt …

 

Das Corona-Virus?
(Lacht.) Nein, das Hotelvirus! Mir wurde das Virus sozusagen in die Wiege gelegt.

1991 traten Sie in die Hotelfachschule Luzern ein.
Ja, und auf dem Bürgenstock machte ich ein Praktikum, damals noch unter der Besitzerfamilie Frey. Er machte jeden Morgen seinen Rundgang im Hotel und schaute, ob alles in Ordnung war. Später machte ich ein Praktikum im «Savoy» in Zürich. Doch mein erstes Praktikum absolvierte ich bei Hans C. Leu im Albergo Giardino in Ascona.

Was haben Sie von Hans C. Leu, dem «Schweizer Ferienhotel­pionier», gelernt?
Leu sagte immer: «Man muss als Hotelier denken wie der Gast.» Alles dreht sich um den Gast, er will essen, wo und wann er will. Hans Leu hat viele Grenzen im Hotel beseitigt. Und noch etwas: Leu machte aus dem wenig attraktiven Viersternehaus – dank seiner Gast­geber- und Servicephilosophie – ein top Fünf-Sterne-Resort-Hotel. Eine Meisterleistung!

Man sagt, Hans C. Leu habe die Schweizer Ferienhotellerie revolutioniert.
Ja, das hat er.


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