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Nicolas Hafner: Auf den Spuren von «Chrüter-Oski»?
Restaurant Moospinte, Münchenbuchsee
Der aus dem Seeland stammende Nicolas Hafner kocht jetzt in der traditionsreichen «Moospinte» in Münchenbuchsee bei Bern: Nach verschiedenen Stationen im In- und Ausland hat der erfahrene Gastronom die «Moospinte» im Frühjahr dieses Jahres als Pächter und indirekter Nachfolger von Oskar Marti («Chrüter-Oski») übernommen. Bis Ende Februar 2016 wirkten Stefanie und Sascha Berther als Gastgeber in der «Moospinte» bei Münchenbuchsee.
Nicolas Hafner (45) will seine Gäste mit einer «anspruchsvollen, gutbürgerlichen Küche» verwöhnen. Seine Gerichte sind unkompliziert, geschmackvoll und vielfältig. «Meine Ausbildung in der klassischen französischen Küche hat mich geprägt. Aber auch für die asiatische Küche interessiere ich mich sehr.» Nicolas Hafner führt die «Moospinte»,
wie vom Eigentümer gewünscht, in eigener Regie als Pächter. Als traditioneller Landgasthof soll sie das heutige Gastronomieangebot der Region ergänzen und in der Bevölkerung zu einem beliebten Treffpunkt werden. Nicolas Hafner absolvierte seine Lehre als Koch in der Krone Bätterkinden. Seine Wanderjahre führten ihn unter anderem ins damals bestbekannte «Real» nach Vaduz, zu Anton Mosimann nach London sowie in die «Moospinte» zu Oskar Marti. «Das aussergewöhnliche Haus mit seiner fast 180-jährigen Tradition und der prächtige Park haben mich schon damals fasziniert», so Hafner.
«Hotelier» meint: In der traditionsreichen «Moospinte» in Münchenbuchsee, wo der legendäre Oskar Marti, genannt «Chrüter-Oski», fast 30 Jahre erfolgreich wirkte, herrscht nun endgültig ein neuer kulinarischer Wind. Denn Nicolas Hafner setzt – im Vergleich zu seinen Vorgängern – nicht auf Gault-Millau-Punkte und Michelin-Sterne. Er positioniert die «Moospinte» als Landgasthof mit einer gutbürgerlichen Küche. Damit verliert die Region Bern ein weiteres, sogenanntes «Gourmet-Lokal». Zwar hat sich die «Moospinte» atmosphärisch kaum verändert, doch die Zeiten der 7-Gang-Menüs und der grossen Bordeaux-Gewächse gehören endgültig der Vergangenheit an. Mit Banketten, Hochzeiten und Geschäftsanlässen will man Geld verdienen. Früher, zu Oskar Martis «goldenen Zeiten», arbeiteten in der «Moospinte» bis zu 20 Köche und Serviceleute, heute sind es noch vier. Trotzdem: Die Küche von Nicolas Hafner überzeugt. Der gebürtige Koreaner arbeitet mit frischen, lokalen Produkten und setzt auf einen überaus persönlichen, ungezwungenen Service. Solche Landgasthöfe wünschen wir uns in der Region Bern noch mehr!


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